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 Peter Lajdi:

Einige Worte über die Herkunft unseres Herrn Jesus

                                                                                               

Es ist nicht wahr, was wahr ist,

                                                                                                sondern nur das, was die Welt                                                                                                             dafür hält. Deshalb sind Lügen          

                                                                                                so hartnäckig.

 

    Die historische Wirklichkeit zwingt jeden, der nach der Wahrheit dürstet, besonders wenn er dem Ungarntum angehört, sich als Jesusgläubigen mit der Frage der Volkszugehörigkeit unseres Herrn auseinanderzusetzen. In der Beurteilung vieler brennenden und hochaktuellen Themen ist es der springende Punkt in vielerlei Hinsicht. Die Zugehörigkeit Jesu zu einem Volk, zu einer Tradition und zu einem Kulturkreis ist von immenser Bedeutung. Es ist nicht ausschließlich eine Glaubensfrage. Vielmehr liefert es den Motivationshintergrund zu politisch untermauerten Entscheidungen, die in der Vergangenheit wie in der Gegenwart gewisse Interessenkreise (Kirchen, versch. Machtgruppierungen, Geheimbunde, geheime Gesellschaften, Freimaurerlogen etc.) zur Erhaltung der weltlichen und geistigen Macht zu treffen haben. Die Fragenstellung über die irdische Abstammung von Jesus berührt den Bannkreis der weltlichen Machtausübung nicht nur peripherisch.

    Die schon von vielen Menschen gestellte, schwerwiegende Frage lautet: Ist Jesus ein Jude gewesen? Bei der positiven Beantwortung dieser Frage ist das Judentum im Spiegel des Alten Testaments und der daraus ausgeklügelten, theologischen Folgerungen das „auserwählte Volk“. Was folgt daraus? Falls die Juden von Gott auserwählt sind, sind sie im gewissen Sinne allen anderen Völkern überlegen, was sich in unseren Tagen besonders auf  dem wirtschaftlichen und politischen Gebiet und in ihrem Übergewicht in den von ihnen beherrschten Medien äußert, in der ausgeübten, täglichen Praxis. Falls sie wirklich das „auserwählte Volk“ sind, können die von ihnen unternommenen, nach wie vor bestehenden Versuche, andere, sie in ihre Länder aufgenommene Völker im Geiste des Talmuds zu manipulieren und materiell auszubeuten, als etwas von Gott Gegebenes betrachtet werden, die mit göttlicher Gutheißung Legitimierung finden. So könnten gewisse Kreise der Juden sich mit Einverständnis Gottes zu einer allen anderen Völkern überlegenen Rasse definieren, was sie schon seit Jahrtausenden im Deckmantel der Religion von sich unmissverständlich verkünden. Nehmen wir an, es wäre tatsächlich so, wie ich es oben schildere, sollten wir auch dann nicht danach fragen, was wir über diesen „Gott“ halten sollten?

    Es wäre aber eine Überlegung wert, ob der Begriff eines auserwählten Volkes in Wirklichkeit nicht eher die Beschmähung der göttlichen Universalität und nicht eher eine bizarre Äußerung des Rassenwahnes im Altertum ist als eine von Gott stammende Institution?

    Das war das Fragenkonglomerat, das mich dazu bewegt hat, meine Ansichten, die ich aus den Lehren meiner Lektüren und aus der Hintergrundanalyse der immer mehr beängstigenderen Ereignisse der Welt gesammelt habe, schriftlich zu fixieren und näher zu erläutern, um das bedrückende Schweigen und das hinterlistige Ducken beängstigter und/oder falsch beeinflusster Menschen zu brechen.

    In dieser Bestrebung hat mich bei weitem keine antikirchliche Gesinnung oder Absicht geführt. Mein Vorhaben, unsere Kirche(n) vom Einfluss des nicht kompatiblen, fremden Erbe der jüdischen Nationalreligion bis zur letzten Spur zu befreien, entstand viel mehr im Zeichen der Besorgnis um unsere Konfession als umgekehrt. Ich vertrete auch die Ansicht, die kirchliche Lehre in den wichtigsten Glaubensfragen (, die nicht mit den Juden zusammenhängen) entspringt vom Heiligen Geist. Die Bedeutung und Wahrheit der Sakramente, bis auf die Ausschließlichkeit der Erteilung der Sündenvergebung durch Beichte, erkenne ich ebenfalls an und praktiziere ich. Das Fundament meines Glaubens ist die Lehre und die Persönlichkeit unseres Erlösers  und keineswegs die fragwürdige Geschichte und die von einem starken Nationalismus gefärbte Religion der Juden.

 

1. Galiläa

Das Galiläa der Heiden … hat ein großes Licht gesehen.“ (Mt. 4./15-16.)

 

    Galiläa, wie auch Samarien, eine der nördlichen Provinzen Palästinas auch zur Zeit Jesu, ist das Geburtsland und Hauptwirkungsgebiet von Jesus. Die Betonung dieser Tatsache ist – wie wir später sehen werden – von elementarer Wichtigkeit hinsichtlich der Volkszugehörigkeit des Mensch gewordenen Gottessohnes. Die Benennung, Galiläa ist der lateinisierte Name dieses Gebietes, das die Juden ursprünglich „galil hag gojim“ bezeichneten. Diese Bezeichnung bedeutet etwa soviel wie: Land oder Provinz der Nichtjuden. Als gojim werden von den Juden alle Völker, die außer ihnen existieren, genannt. Andere semitische Völker werden in diesem Zusammenhang auch nicht geschont, Völker, mit denen sie sowohl sprachlich-kulturell wie auf dem Gebiet der Religion eng verbunden  und verwandt sind. Dieser Ausdruck beinhaltet für Jakobs Nachkommen eine strikte Abgrenzung vom „Rest der Welt“, und es ist von pejorativer und verachtender Natur wie der Zigeunerausdruck: „gadso“. Ich habe im vorigen Satz den Namen Abrahams absichtlich nicht verwendet, weil er kein Jude, sondern nur Angehörige eines semitischen Stammes war, den auch die Araber,  nach dem ersten Sohn von ihm, Ismael von der ägyptischen Magd, Hagar Ismaeliten genannt, ihn für ihren Urvater halten.

    Zur Geschichte dieser Provinz muss man unbedingt wissen, dass nach der kurzen Blüte des jüdischen Königreiches unter der Herrschaft der beiden Könige, Davids und des mütterlicherseits Hettiten (Bathseba) Salomons, ist der jüdische Staat auf zwei unabhängige Königreiche aufgeteilt worden. Das nördliche hieß Israel, während das südliche Gebiet den Namen Judäa (Juda, Benjamin) trug. Zu dieser Zeit war die Bevölkerung beider Staaten überwiegend jüdisch, dank der blutrünstigen und erbarmungslosen Landnahme dieses Volkes, abgesehen von der skythisch-kanaaniter Urbevölkerung, die hauptsächlich in den Gebirgsregionen Palästinas die jüdische Invasion überlebte.

 

 

                     

Landkarte Palästinas zur Zeit von Jesus       Die rosamarkierten Städte der hellenisierten Dekapolis (Zehn Städte); unter ihnen steht die schon genannte Skythenstadt (die ehemalige Beth-Shean), Skythopolis

 

 

    Eine solche Region war Bethshean (Skythopolis) und auch die Gegend Jerusalems, dessen alte Name Uru-Solyma war, eine von Skythen gegründete, heilige Stätte, die Stadt des Heiligen Falken der Skythenvölker (Falke = ung. Sólyom, der Turul-Vogel der Magyaren, der Vogel des Heiligen Geistes,  bei den Ägyptern der Horus-Falke). Aller Wahrscheinlichkeit nach war Jerusalem vorhebräischer Zeit die Stadt des heiligen Priesterkönigs Melchisedeks, die erst während Davids Herrschaft unter jüdisches Joch gebracht werden konnte. Über Melchisedek schrieb der Jude Saul-Paulus im Hebräer-Brief (7./1-3.), er „war König von Salem und Priester des höchsten Gottes.“ (also nicht von Jahwe!) „Als Abraham aus der Schlacht zurückkam, in der er die Könige besiegt hatte, ging ihm Melchisedek entgegen und segnete ihn. … Sein Name bedeutet: König der Gerechtigkeit.“ Im Weiteren wird Melchisedek als Vorbild vom Sohn Gottes, von Jesus dargestellt, dessen Priesterschaft die der Leviten überflügelt. Er war der frühe und nichtsemitische Vorbild der Eucharistie, als „der König von Salem, Brot und Wein heraustrug. Er war ein Priester des Höchsten und  er segnete ihn“ (Genesis, 14./18.)

    Ich erwähne hierbei eine interessante Geschichte, die ich in einem Buch des längst verstorbenen, ungarischen Bischofs, Antal Íjjas gelesen habe. Bei einer archäologischen Grabung in Jerusalem im Jahre 1968 hat man in den älteren Schichten auf in Stein gemeißelte, skytische Schriftzeichen, auf eine Art Kerbschrift gestoßen, die Ähnlichkeiten mit der Schrift der Ungaren (Magyaren) und der in Zentral-Asien lebenden Skythen aufweist. Nach dieser Entdeckung hat man schleunigst die gefährlichen Spuren verwischt. Die Existenz der im Heiligen Land autochtonen Urbevölkerung beweist schon allein mit ihrem Namen die Stadt Skythopolis (Beth-Schean), die auf der Landkarte einen griechischen Namen trägt, der soviel bedeutet: Stadt der Skythen. Die klassische Methode der Geschichtsverfälschung funktioniert auch in diesem Fall so: Was  totgeschwiegen, d.h. nicht veröffentlicht wird, existiert nicht.

    Die in Palästina vorhebräischer Zeit herrschende Zivilisation war vom Kultur schaffenden Genius des in Mesopotamien seit uralten Zeiten lebenden, eine ural-altaiische, agglutinative Sprache sprechenden, turanischen Volkes, vom Genius der Sumerer (Mahgaren, wie sie sich selbst nannten) bzw. von deren kulturellen Ausstrahlung geprägt.

    Nur nebenbei sei es erwähnt: Die Sumerer-Mahgaren sind die Erfinder der Schrift (Keilschrift), die des Rades, der Turmbau, der Bewässerungslandwirtschaft. Von ihnen stammt die Institution der Gottkönige und die von uns bekannte erste, wohl organisierte, von hoch entwickelten Gesetzen gesteuerte Gesellschaftsordnung. Sie haben außerdem große Verdienste zusammen mit den mit ihnen eng verwandten, im Kaspi-Aral-Mediterraneum lebenden Reitervölkern in der Domestizierung des Reitpferdes, was seinerzeit den Verkehr mindestens so revolutionierte,  die Kunst vom Besiegen der Entfernungen, wie die Erfindung der Dampflokomotive im XIX. Jahrhundert.

    Um 720 v. Chr., als das Zweistromland schon auch von vielen semitischen Invasoren (wie die Akkaden, Amoriter, Babylonier, Assyrer usw.) beherrscht worden war, es geschah in Israel etwas, worüber tendenziös nur selten wenn überhaupt zu hören ist. Während der Herrschaft des Assyrerkönigs, Sargon II. wurden die jüdischen Bewohner des nördlichen Königreiches zur Bestrafung wegen der Konspiration mit Ägypten nach Assyrien geschleppt. (Könige2 17./24.) Das dadurch entstandene ethnische Vakuum hat man durch die ebenfalls aufsässigen Bewohner sumerischer Stadtstaaten und durch kleinere skythische Reitervölker gestopft. Ein vollständiger Bevölkerungstausch wurde also inszeniert. Diese Ereignisse sind mit der sog. babylonischen Gefangenschaft nicht zu verwechseln.

    Seit dem Völkertausch, als das später als Galiläer genannte Ethnikum nach Nord-Palästina gelangte, hat sich Vieles geändert sowohl sprachlich-kulturell als auch aus der Hinsicht der Religion. Die Vorfahren der Galiläer wie auch die der Samariter vertraten eine uralte Magierreligion, die ihre Wurzeln in der sumerischen Glaubenswelt, in der ungebrochenen Uroffenbarung Gottes gehabt hat.

    Die in jüdischen Kreisen allgemein verbreitete Meinung, die im Johannes-Evangelium auch dreimal vorkommt, untermauert die Existenz dieser nichthebräischen Bevölkerung in Palästina zu Zeiten Jesu. Zuerst ertönen die Worte aus dem Mund Nathanaels: Kann aus Nazaret etwas Gutes Kommen? (Jh. 1./46.) Später, als die Lehre Jesu in Judäa seine Zuhörerschaft gespalten hat, viele meinten: „Der Retter kommt doch nicht aus Galiläa! In den heiligen Schriften steht, dass er von David abstammt und in Bethlehem geboren wird. (Jh. 7./41-43.) Das letztere Zitat entblößt eindeutig die Tatsache, dass  es auch für das Judentum in den Zeiten Jesu eine Evidenz war, dass Galiläa von Nichtjuden, also von Gojim, die zugleich Proselyten sind, bevölkert war, die während der Anarchie der Makkabäer-Kriege unter Zwang und der Androhung von Gewalt den jüdischen Glauben annahmen. Das Judentum war wiederum auch darüber im Bilde, dass Jesus, der Galiläer nicht aus dem Geschlecht König Davids abstammt und nicht im „Bethlehem“ von Judäa, sondern im galiläischen Bethlehem geboren war. Die Kenntnis dieser Tatsachen hat vom vornherein die Anerkennung Jesu als jüdischer Messias ausgeschlossen.

    Der dritte einschlägige Textabschnitt handelt vom Streit zwischen den hohen Priestern und Nikodemus, als ihm Folgendes ins Gesicht geworfen wird: Du kommst anscheinend auch aus Galiläa. Lies die heiligen Schriften genauer, dann wirst du sehen, dass aus Galiläa niemals ein Prophet kommen kann. (Jh. 7./51-52.). Diese Meinung offenbart eindeutig aus jüdischer Sicht, dass die auf die Gestalt von Jesus bezogenen, alttestamentarischen Prophezeiungen im hiesigen Zusammenhang ihre Gültigkeit verlieren. In diesem Punkt bin ich mit den hohen Priestern einer Meinung: Aus Galiläa kommt kein jüdischer Gesalbte, sondern „bloß“ Jesus,  der Heilige Sohn des Allmächtigen Gottes, der Erlöser und Lehrmeister der ganzen Menschheit, und nicht der politische Gesalbte eines irregeführten und chauvinistischen Zwergvolkes im Nahen Osten. Die oben zitierte Meinung der Priester stammt von denen, die Jesus betreffend dank ihrem wohl organisierten Spionagedienst über das kleinste Detail  informiert waren, außerdem waren sie die besten Kenner ihrer für heilig gehaltenen Schriften. Sie haben es allzu gut gewusst, worüber sie redeten.

    Nachdem die aus dem irakischen Wüstensand ausgegrabenen sumerischen und semitischen Stadtstaaten samt ihrer Keilschriftliteratur neu entdeckt wurden, wissen wir, dass die Zusammensteller der alttestamentarischen Schriften mit Ausnahme der Beschreibung der eigenen Geschichte, die urmythologischen Erzählungen größtenteils aus der Tradition dieses Kulturkreises entliehen haben (die Erzählung der Schöpfung, Paradiesgeschichte, die Sage der Sintflut, Psalmdichtung und Weisheitsliteratur, die Hierarchie des Priestertums, Angelologie etc.), als sich das Judentum  in der babylonischen Gefangenschaft befand und dort zu großem Reichtum und Einfluss gelangte.

    Letzten Endes schöpften sie dieses Wissen nicht aus erster Hand, da die Assyrer Nachkommen jener primitiven Nomaden waren, die am Anfang des III. Jahrtausends aus Süd-Arabien kommend im Zweistromland erstmals erschienen, dort von den sanftmütigen und zivilisierten Sumerern aufgenommen, mit Arbeit und mit der Möglichkeit der kulturellen Bildung versehen worden sind. Später, als die Semiteneinwanderer ihren Gastgebern aus „Dankbarkeit“ in den Rücken gefallen sind, haben sie alle Kulturgüter der Sumerer wie Schrift, Mythen, das ganze Pantheon (zwar umbenannt) usw. übernommen. Die heilige Sprache der Liturgie – wie im europäischen Mittelalter das Latein – blieb jedoch auch weiterhin die sumerische Sprache. Die nach Babylon deportierten Juden mögen angesichts der unleugbaren Übereinstimmungen und Parallelen in den Texten jeder Wahrscheinlichkeit nach die ins Buch Genesis aufgenommenen Erzählungen aus dieser Quelle kennen gelernt zu haben. Ich halte es auf keinen Fall für eine Übertreibung zu behaupten: Die jüdische Religion ist in ihrer heute bekannten Form in Babylon geboren. Es gibt ja keinen einzigen judäochristlichen Theologen, der es leugnen würde, dass die Redaktionsarbeit der alttestamentarischen Schriften erst nach der Rückkehr aus dem Zweistromland abgeschlossen wurde, als diese sog. Bücher ihre heute bekannte Form gewannen. Es ist mehr als wahrscheinlich, dass die in den Mund der jüdischen Propheten gegebenen, auf Jesus, den Erlöser und Retter bezogenen Prophezeiungen auch  den sumer-babylonischen Quellen entwendet wurden. Es wäre außerdem auch eine Studie wert, über die auffälligen Übereinstimmungen zw. dem Zendavesta und die viel später entstandenen jüdischen Schriften. Der Zarathustraismus ist nichts anderes als die Reform der skythischen Urreligion.

    Als sich schließlich die Möglichkeit anbot,  nach Palästina zurückzukehren,  blieben viele Juden (von den 12 Stämmen 9) lieber in Babylon, wo sie eine sichere und lukrative Existenz aufgebaut haben. Die Geburt der ersten jüdischen Bänkerdynastie, Muraschi und Söhne, die „Rotschilds des Altertums“, ist auch in diese Zeit zu datieren.

    Man kann nur traurig darüber sein, dass es nur ein Bruchteil der mehr als eine Million bisher gefundenen Keilschrifttafeln entziffert bzw. veröffentlicht wurden. Lange sollten wir uns nicht darüber die Köpfe zerbrechen, welcher Interessenkreis hinter diesem kulturgeschichtlichen Skandal steckt. Es verbirgt sich hinter all dem dieselbe Macht, die während des zweiten Irakkrieges es mit absichtlicher Indolenz und mit verschränkten Armen duldete, nein, ermöglichte, wie die unwiederbringlichen und unschätzbaren Schätze der sumer-mahgarischen Kultur im Museum von Bagdad vernichtet oder gestohlen wurden. Die im Qumran, am Toten Meer gefundenen Essener-Schriftrollen erleiden das gleiche Schicksal. Es gibt auch in denen zuviel für die Historienfälscher unbequeme historische oder theologische Daten. Der geheime Deckname des sich vom Jahwismus und von seiner in Jerusalem im Großtempel ausgeübten Praxis abgewandten Essener, deren Hochburg Qumran war, war Damaskus. Es bezeugen die sog. Damaskus-Schriften von Qumran. Wohin eilte sich also der junge Pharisäer-Rabbi, Saul vor Rache schnaubend, um die gehassten Christen zu ermorden? Es ist völlig unvorstellbar und unmöglich, wenn man sich mit den damaligen historischen Gegebenheiten und Tatsachen auskennt und logisch darüber nachdenkt,  dass eine bewaffnete jüdische Truppe es geschafft hätte, ungestört und von den Römern unaufgehalten ins syrische Großstadt, Damaskus zu gehen.

    Eines kann man trotz der mangelhaften Aufklärung der altmesopotamischen Literatur mit aller Sicherheit feststellen: Jahrtausende früher vor der Entstehung der alttestamentarischen Schriften existierten bereits die als biblische Berichte bekannten Geschichten manchmal mit inhaltlich umgekehrten Vorzeichen. Das Erlangen des Wissens durch den Menschen war z. B. von Gott erwünscht. Es ist auch ein gewisser moralischer Verfall in der Religion feststellbar nach der durch Semiten stattgefundenen Kulturübernahme. An einem Beispiel ist es schön anschaubar zu demonstrieren: Während in der heiligen Dreifaltigkeit der Sumer-Mahgaren neben Enlil und Enki stehende Gottesmuttergestalt, Innana noch ein Symbol der jungfräulichen Reinheit und zugleich das der idealisierten Mutterschaft war, ihr semitisches Pendant, Ischtar behauptet von sich: „Ich bin die große Prostituierte.“

    Die Bewohner von Galiläa und Samarien hatten die Gewohnheit, Ihre Tempel und Heiligtümer auf Anhöhen und auf Berggipfeln zu erbauen wie z. B. das Heiligtum auf dem Ölberg, der Lieblingsgebetsort Jesu in Jerusalem. Die Juden nannten diese für sie heidnischen Stätten: Orte der Korruption.

    „Es ist auffallend, dass die Evangelien keine einzige Situation verewigen, in der Jesus in einem „Tempel“, d. h. in einer Synagoge an seinen Vater betete. Vielmehr ziehen ihn Berggipfeln als Gebetsorte an. Als er sich das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist, bezeichnete in der Synagoge von Kafarnaum, löst er damit das Murren der Juden aus, besonders, weil er von sich prophezeit hat, sein Leib als Brot für das Leben der Welt hinzugeben. Das ist die Stimme des mesopotamischen Priesterkönigs. … Die Stimme des Hohenpriesters nach der Ordnung Melchisedeks ist ziemlich ungewohnt für die an die Gesetzesauslegung der Pharisäer gewohnten Ohren. Aus diesem Grund haben ihn viele Jünger verlassen. In Judäa ist es für ihn immer gefährlicher hinzugehen. Dort trachtet man ihm schon nach dem Leben. … Es sieht aus, als hätten die Landsleute Jesu gute Gründe gehabt, in Jerusalem Angst zu haben. Vielleicht nur, weil sie Galiläer sind? Oder vielleicht, weil sie auch noch Proselyten sind, d. h.  aus Zwang den jüdischen Glauben angenommene Mitglieder einer nationalen Minderheit oder die Nachkommen jener?

    Als Jesus im Tempel predigt und seine Zuhörerschaft wegen des Formalismus ihres Glaubens geißelt, sagen manche von den Anwesenden: „Aber von dem wissen wir, woher er stammt. Wenn aber der Messias kommt, weiß niemand, woher er stammt.“ (Jh. 7./27.) All dem nach hat man schon zu dieser Zeit den familiären Hintergrund Jesu in Jerusalem gut gekannt, und es ist niemandem eingefallen – wie später auch den hohen Priestern nicht -, dass dieser Prophet der ´Sohn Davids´ sei. Es gibt jedoch in der Menschenmenge viele, die an ihn glauben: Es waren wahrscheinlich die aus dem Lande zum Fest nach Jerusalem kommenden Proselyten, denen die Davidssohn-Abstammung keine Anforderung war.“ … Später „ spalten seine Worte erneut die Zuhörerschaft. Einige erkennen in ihm den Christus, andere fragen einander skeptisch: ´Kommt denn der Messias aus Galiläa?´.

    Interessant ist die Reaktion der hohen Priester und Pharisäer auf die Predigten Jesu. Es scheint, sie glauben ihm körperschaftsmäßig nicht, und die verdammen nicht nur den Propheten aus Galiläa, sondern auch seine Zuhörerschaft.: ´Dieses Volk jedoch, das vom Gesetz nichts versteht, verflucht ist es.´ Dies bedeutet soviel, dass auch die Menschenmenge nicht von den Söhnen des Gesetzes ist, d. h. nicht zum Blutsband der Juden gehört. Diese Menschen sind demnach nur solche, die zwar unter dem Gesetz stehen, jedoch von einer anderen Nationalität abstammen, die als Proselyten den jüdischen Glauben annahmen. … Der Urteil wurde schon gefällt: Da die hohen Priester schon wissen, Jesus sei ein Galiläer, d. h. kein ´Sohn Davids´, er kann nicht der von den Söhnen des Gesetzes erwartete Himmelsbote sein. … Jesus die an ihn nicht glaubenden Pharisäer und Sadduzäer bezeichnet folgendermaßen: ´Ihr habt den Teufel zum Vater, und ihr wollt das tun, wonach es eurem Vater verlangt. Er war ein Mörder von Anfang an. Und er steht nicht in der Wahrheit, denn es ist keine Wahrheit in ihm. Wenn er lügt, sagt er das, was aus ihm selbst kommt, denn er ist ein Lügner und ist der Vater der Lüge.´ … Das Gottesbild Jesu unterscheidet sich radikal vom alttestamentarischen Jahwe. Sein Gott hat seinen Sohn aller Wahrscheinlichkeit nach nicht auf die Erde gesandt, um ihn als Opferlamm ums Leben bringen zu lassen.“ Jesus selber hat gesagt: „Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer.“ (Mt. 9./13.)

    „Als der aufgebrachte Jesus den hohen Priestern sagt: ´Wer aus Gott ist, hört die Worte Gottes, ihr hört sie deshalb nicht, weil ihr nicht aus Gott seid.´ An dieser Stelle deutet er auf die Unvereinbarkeit zwischen seinem Vater und Jahwe hin, auf theologischer Ebene deutet er auf die Unvereinbarkeit zwischen einem Blutsopfer fordernden und einem erbarmungsvollen Gott hin.“ …

    Der Evangelist Johannes bezeichnet die hohen Priester konsequent als ´Juden´, obwohl er selbst wie auch Jesus aus der Sicht der Religion dem jüdischen Glauben angehörte. „Es ist auch bemerkenswert, wie Jesus auf die Beschuldigungen der Juden, er sei ein Samariter und von einem Dämon besessen, antwortet: ´Ich bin von keinem Dämon besessen, sondern ich ehre meinen Vater, ihr aber schmäht mich.´ (Jh. 8./49.) Er hat also in seiner Antwort nicht dementiert, obwohl er dazu die Möglichkeit gehabt hätte, er sei ein Samariter. Deswegen konzentrieren die hohen Priester jetzt schon nur auf den zweiten Anklagepunkt: ´Jetzt wissen wir, dass du von einem Dämon besessen bist.´ (Jh. 8./52.) Die Replik des Propheten: ´Mein Vater ist es, der mich ehrt, er, von dem ihr sagt: Er ist unser Gott. Doch ihr kennt ihn nicht.´ (Jh. 8./54-55.) Es bekräftigt unseren Eindruck: In diesem Streit kämpft der Stammesgott Jahwe mit dem wahren, universalen Gott. Die Antwort darauf: Ein Versuch, ihn zu steinigen. Der Golgatha ist schon nah.

    Zu Pfingsten, vor dem Haus der vom Evangelisten Johannes  konsequent als Galiläer genannten Aposteln (Ausnahmen: Judas, dessen viel sagender Name uns seine Abstammung verrät, und Matthäus, der Zöllner; PL) versammelt sich schon wieder diese ´gesetzlose´ Menschenmenge, die früher so begeistert die Predigten des aus Galiläa stammenden Propheten angehört hat. Die Apostelgeschichte erwähnt zuallererst Parther, Meder und Elamiter (Apg. 2./9.) aus dem offensichtlichen Grund, denn die warteten dort am zahlreichsten.“ (Irén Kiss: Das vierte Evangelium; Zeitschrift Demokrata; Budapest 1998.)

    Im oben zitierten Text finden wir ausschließlich Textabschnitte aus dem Evangelium nach Johannes, der selber ein Galiläer war. Nach dieser Lektüre können wir nicht verwundert sein, falls einige, immer zahlreicher und lauter werdenden Stimmen aus dem semitischen und dem filosemitischen Lager für den Rausschmiss des vierten Evangeliums aus dem offiziellen, kirchlichen Kanon plädieren, um das einzige, noch annähernd authentische judäochristliche Evangelium zum Apokryphen zu erklären, das Evangelium, das auch Martin Luther das „zarteste Evangelium“ bezeichnet hat. Es ist doch klar: Jesus verkörpert nur solange einen Wert für die Juden unserer Gegenwart, bis er als Jude der irregeführten christlichen Menge verkauft werden kann. Sie haben offensichtlich ihre alte Taktik aufgegeben, nachdem das Christentum sich über den ganzen Erdkreis verbreitet hat. Die jüdischen Zeitgenossen Jesu waren dagegen völlig im Bilde von der Identität und Volkszugehörigkeit von Jesus und – wie der Jude Josephus Flavius schreibt – „hassten die Galiläer“. Er war es ebenfalls, der behauptete, dass „die Galiläer sich in ihrem Erscheinungsbild, in ihrer Mentalität  und in der Aussprache dermaßen von den Juden unterscheiden, dass es auszuschließen ist, ein und dasselbe Volk zu sein.“

    Viele Jahrhunderte lang waren die Rabbiner des Talmuds fanatisch dagegen, Jesus für einen Juden anzuerkennen. Sie konnten ihren Hass gegen ihn nicht genügend betonen, und sie schreckten nicht einmal vor Ausdrücken zurück, die in ihrer Geschmacklosigkeit eigentlich unter die Gürtellinie gehören. Jesus, unser Herr wurde im Talmud sowie in anderen Schriften wie Toledot Jeschu und Sulhan aruch folgendermaßen genannt: „Parther Magier“, „Irreführer Israels“, „in Menstruation empfangener Bastard“ (sic!),  „Sohn des gottlosen Nimruds“ (Nimrud, der erste König der Erde, der auch mit Hochachtung im Alten Testament erwähnt wird, ist übrigens der Urvater des Ungarntums/Magyarentums), „Sohn einer Prostituierte“ etc.. Der letzten Bezeichnung widerspricht aber das, was an einer Stelle im Talmud (Sanhedrin, 106.a) erzählt wird, dass nämlich Maria aus dem Geschlecht von Herzogen und Gesetzgeber stammt und oft in einem Tempel sakrale Tänze tanzt. Welcher Religion und Tradition gehörte dieser Tempel an? Eines beweisen unwiderruflich diese feindlichen, ordinären und oft ekelhaften Bezeichnungen, dass es den  Juden, die zeitlich näher den tatsächlichen, historischen Geschehnissen standen, nicht einmal im Traum eingefallen wäre, Jesus als den von Jahwe gesandten Gesalbten anzuerkennen. Hieronymus, der Übersetzer der Vulgata schrieb über die antichristlichen Tendenzen des Talmuds (Comm. Isaias c. 49.): Diebus ac noctibus blasphamant Salvatorem.“ („Bei Tag und Nacht lästern sie den Erlöser.“)

    Es ist ja allbekannt, dass der Messiasbegriff im Kreise des Judentums zu Beginn unserer Zeitrechnung sich auf die Gestalt eines politisch verstandenen Befreiers reduziert hat, der sie aus der jeweiligen (damals aus der römischen) Unterdrückung einer fremden Macht rettet, um die Juden möglichst über allen Völkern zu Unterdrückern zu machen. Die glaubenstreuen Juden warten auch noch in unseren Tagen auf einen solchen himmlischen Gesandten. In der Vergangenheit gab es schon einige Personen unter ihnen, die vorübergehend in diese Rolle passten, aber alle haben sich früher oder später als billige Hochstapler entblößt. An ihrer Stelle würde ich nicht länger auf eine solche Gestalt warten, es ist ihnen doch auch ohne Messias vollständig gelungen, ihre Macht über die Erde durch eine äußerst geschickte aber die Moralität völlig ignorierende, skrupellose Geldpolitik und durch ihren in unserem Zeitalter schon fast absoluten Einfluss in den die Weltpolitik gestaltenden Freimaurerlogen auszubreiten. Ihr altes Ziel aber, das Gedächtnis von Jesus auszulöschen, ist auch heute ungebrochen.

    Ich wiederhole mich erneut: In einem gebe ich den Rabbis recht: Aus Galiläa kam in der Tat kein jüdischer Gesalbte, „lediglich“ der heilige Sohn des wahren und einzigen Gottes, auf dessen Kommen das ganze Vordere Orient schon vor der Entstehung der jüdischen Nation sehnsüchtig gewartet hat, wie u. a. die in Mari und in Sippar ausgegrabenen Keilschrifttafeln verkünden.

    „Die Weisen aus dem Morgenland“ – über die später noch ausführlicher schreiben werde – „waren Mitglieder jener chaldäischen Priesterkörperschaft der Magier, die über viele Jahrhunderte auf den wahren und universellen Messias warteten, damit sich die Prophezeiung seit der Zeit des großen Apostels des Orients, Zarathustra erfüllt wird, der die Notwendigkeit des Kommens eines Gesalbten so verkündet hat, wie es mit der Geburt Jesu wahr geworden ist. Die betreffenden uralten Schriften wissen auch darüber Bescheid, dass dieser Himmelsbote aus dem späten Samen Zarathustras geboren werden wird.“ (Ferenc Zajti: War Jesus ein Jude? S. 285.) Es schadet nicht, wenn wir erfahren, dass die Gründer der reinsten Lehren verkündenden Religionen alle Skythen waren. Das wissen wir über Zarathustra, über den Herzogen Siddharta Gautama, der später Buddha genannt war und aus dem Volk der Saka-Skythen stammte, wie auch über Jesus, der vom Volk der Parther-Skythen abstammte. Die Skythen hat Herodotos in seinem berühmten Werk für das älteste Volk der Menschheit, für älter als die Ägypter gehalten.

 

2. DIE HEILIGEN DREI KÖNIGE AUS DEM MORGENLAND

 

    Ich kann in der  festgelegten Reihenfolge erstem Evangelisten, Matthäus nicht genügend dankbar sein für die Erwähnung der drei Besucher aus dem Morgenland und für die ausführliche Schilderung ihrer Taten in Palästina. Diese, für den ersten Blick fromme Geschichte beweist vom Anfang an die These, dass der wahre Advent in welchem Kulturkreis die Menschenherzen auf den vom Himmel gesandten Retter sehnsüchtig gemacht hat. Die drei Besucher, über die der Evangelist berichtet, waren Magier, Sterndeuter aus dem Partherreich, nach dem heutigen Stand der biblischen Forschung aus dem in Sippar ansässigen Sternbeobachtungszentrum und Magierausbildungsstätte, die schon im Jahre 3000. v. Chr. im Land der Sumerer existiert haben. 

 

 

Eine bildliche Darstellung der „Drei Heiligen Könige“ aus dem Morgenland in der Kirche San Apollinare Nuovo in Ravenna, die auf dem Bild die für die parthischen Magier typischen, nach vorne ragenden Kopfbedeckungen tragen

 

        Ein deutscher Sumerologe, Prof. Schnabel hat in 1925 im Laufe der Ausgrabungen in Sippar u. a. eine Tontafel gefunden, die die gleiche Sterkonjunktion festsetzt wie Johannes Kepler in 1603 im Prager Kaiserhof mit dem Unterschied, dass der Zeitpunkt dieses Phänomens laut Kepler in 6, nach Sippar im Jahre 7 v. Chr. war. Den Stern von Bethlehem beschreibt Kepler folgendermaßen: „Sechs Jahre vor unserer Zeitrechnung ist jener wunderbare Lichtstrahl auf dem Himmel erschienen, den man ´Stern von Bethlehem´ nennt. Das war nichts anderes als die Zusammenstellung (Konjunktion) der Planeten Jupiter und Saturn, in der auch der Merkur für eine Weile teilgenommen hat, und die im Sternbild der Fische vonstatten gegangen ist.“

    Um Jesu Geburt war ganz Syrien sowie Galiläa und Samarien im Einflussbereich des Partherreiches (von 256 v. Chr. bis ca. 226 n. Chr.), jenes Reiches also, das als einziger Gleichberechtigte – und nicht nur auf militärischem Gebiet – der Eroberungslust Roms beinahe 500 Jahre lang Paroli bieten konnte. Das Kernland der Parther – das von den indoeuropäischen Historikern mit großer Vorliebe bagatellisiert und tendenziös mit Persien verwechselt wird – erstreckte sich vom Fluss Euphrat bis nach Indien, vom Kaukasus bis zum Persischen Golf. Die Parther stammen vom gleichen Ethnikum wie die Sumerer, vom großen Baum der turanischen Völker. Diese Tatsache wird auch dadurch bekräftigt, dass die uralte Religion des Zweistromlandes unter der Partherherrschaft wieder im alten Glanz aufblüht. Es wurden außerdem mehrere sumerische Städte von den Parthern wiederaufgebaut oder zumindest durch neue Bauten erweitert, verschönert.

    Nach Justinus wissen wir, dass die Parther Könige, die Arsakiden (ország = ungarisch Reich), die sich für die Inkarnation des Sonnengottes, Mithra (MTR, MDR = ung. madár = Vogel, der heilige Turul-Vogel der Ungaren) hielten und sich für den Bruder der Sonne und des Mondes nannten, bevor sie gekrönt wurden, zogen sich in eine Grotte  oder in einen Grottentempel zurück, wo sie sich mit Hilfe von heiligen Magiern in die Mysterien der Skythen eingeweiht einem Initiationsritual unterzogen haben. Nach der Einweihung kamen drei Magier in diese Einweihungshöhle zum Thronnachfolger, um ihm, als einem (im Geiste) neugeborenen Kind mit kostbaren Geschenken zu huldigen.  Die Parallelen zu der Weihnachtsgeschichte sind nicht nur augenfällig, sondern geradezu gespenstisch. Die Einweihungszeremonie, die in einer Höhle stattfand, zeigt eindeutige Übereinstimmungen mit den mittelalterlichen Einweihungsriten des ungarischen Mönchordens der Pauliner, die im heiligen Pilisch-Gebirge (das Herz-Tschakra der Erde; siehe Tafel 2, unten) neben Esztergom (Ister-Gam, das Kronen-Tschakra der Erde; Tafel 2, oben),  ihre Zentrale hatten, wo sich der Gipfel, Dobogókö = der pulsierende Stein  befindet, sowie mit den Initiationszeremonien der Tibeter. Der König welchen Volkes, welcher Tradition und welchen Kulturkreises war also Jesus? Es muss schon endlich der schamlosen Lügerei ein Ende gesetzt werden! Der heutige Pauliner Orden hat außer dem gleichen Namen nichts mit dem mittelalterlichen ungarischen Orden zu tun, der vom Heiligen Özséb gegründet in der Tradition des im ägyptischen Tal der Könige lebenden Eremiten, des Heiligen Paulus von Theben stand, der der Sohn des Königs, Skythos über dem Grab von einem Pharao 60 Jahre lang meditiert hat, während er, wie seine Legende behauptet, von einem Raben ernährt wurde. Seinen unversehrt gebliebenen Leib hat der ungarische Orden im Pilisch-Gebirge an einem geheimen Ort gehütet. In ihm haben die Pauliner-Mönche ihren geistigen Vater verehrt. Dieser Orden spielte in der ungarischen Geschichte eine lebenswichtige Rolle. Wie die Definition der Àrpáden-Zeit besagt: Ungarn existiert (verstehe: in Frieden und Wohlstand) nur solange, bis es den Pauliner-Orden gibt.“

    Dieser Orden hat seine Novizen nach der Vorbereitungszeit einem Einweihungsritual unterzogen. Sie wurden in einem Steinsarkophag, wie auch in der Cheops-Pyramide, ins Mysterium des Todes eingeweiht, sozusagen in den Zustand des klinischen Todes hineinversetzt, aus dem sie dank der Metamorphose der Initiationsrituale wie im Geiste Neugeborenen mit einer im positiven Sinne veränderten Persönlichkeit zurückkehrten. Gergely Gyöngyösi, der General des Ordens hat in den dreißiger Jahren des XVI. Jahrhunderts geschrieben: „Diese Patres haben ihr Leben lang das zu verwirklichen versucht, was sie oben im Himmel, in der Sphäre der Engel gesehen haben.“ Und an einer anderen Stelle: Diese Mönche „warten in unverdorbenen Körpern auf die Auferstehung.“ Auf die Auferstehung von Ungarn. Es ist auffallend, dass jedes Pauliner-Kloster sich in der Nähe von Höhlen befand, oder wenn das Klostergebäude auf einer Ebene stand, hat man ein Kasamatensystem darunter ausgebaut. Der tatkräftige Helfer vom großen ungarischen Türkenbezwinger, János Hunyadi, der heilige Johannes von Capistrano hat einmal gesagt: Wenn jemand lebende Heiligen sehen will, soll er  zu den Pauliner-Mönchen kommen. Der Experte dieses Themas, Lajos Szántai hat einmal erzählt, dass es neben den Klostern dieses Ordens keine Friedhöfe zu finden sind. Dieser auch von Rom anerkannte Mönchsorden hat die Traditionen und die Geheimnisse von den Magiern der Meder, Chaldäer und Parther weitergebracht, bewahrt und im Leben erhalten. In den Inquisitionsprotokollen ist im Zusammenhang mit denen, die trotz kirchlichen Verbotes die alt-ungarische Religion weiter praktiziert haben, von Magiern und in einem Fall vom Pontifex Magorum die Rede. (M. Jenö Fehér)

    Wo ist Jesus wirklich geboren? Der Überlieferung der Evangelien nach: „Als Jesus zur Zeit des König Herodes in Bethlehem in Judäa geboren worden war.“ (Mt. 2./1.) – erzählt der Evangelist Matthäus. Diese Ortschaft hat den Namen „Beth-lehem“ nach Jesu Tod im zweitem Jahrhundert bekommen, und zwar von der judäochristlichen Kirche, die von Saul-Paulus und seinen Nachfolgern gegründet worden war. Diese kleine Ortschaft war von der Zeit Davids an in der Form „Beth-lomon“ bekannt. Das war der Geburtsort des Hirtenjungen Davids. Diejenigen, die in Jesus den Messias der Juden, den „Sohn Davids“ erkannt zu haben glaubten, haben diese Siedlung zu Beth-lehem umbenannt, um den Prophezeiungen des Propheten Micha genüge zu tun: „Aber du, Bethlehem-Efrata … aus dir wird mir einer hervorgehen, der über Israel herrschen soll.“ (Micha 5./1.)

    „Der Geburtsort Jesu ist in der Tat Bethlehem, aber dieser Bethlehem liegt in Galiläa, im Land der Gojim, 6 km von Nasareth entfernt, ein sehr altes Städtchen, das in den aus dem XIV. Jh. v. Chr. stammenden sog.El-Amarna-Texten als Bith-Lahmi vorkommt. In seiner Nähe steht der Berg Tabor, auf dessen Gipfel der Tempel der Galiläer-Religion stand, den Anthiocus III. mit einer Mauer umbauen ließ. Nach der Überlieferung soll Jesus von hier aus in den Himmel gefahren sein. (Ferenc Badiny Jós: Jesus König; Budapest, 1998)

    An diesem Punkt halte ich es für angebracht, über den in der judäochristlichen Konzeption lebenswichtigen Titel, Davids Sohn einige Worte fallen zu lassen. Die unter jüdischem Einfluß stehenden Evangelisten, Matthäus (Mt. 1./1-16.) und Lukas (Lk. 3./23-38.) machen am Anfang ihrer Berichten einen verzweifelten und höchst fraglichen Versuch, durch den Stammbaum Josefs, Marias angeblichen Gemahls die Abstammung Jesu von David zu erzwingen. Diese Genealogien sind völlig unbrauchbar, da wir glauben und wissen, dass Maria Jesus vom Heiligen Geist Gottes empfangen hat. Demnach ist Josefs Stammbaum völlig irrelevant, da er mit der wunderbaren und makellosen Zeugung von Jesus kaum etwas zu tun haben kann. Das ist auch nicht unwichtig, dass die beiden Genealogien nicht völlig übereinstimmen. Der Stammbaum von Matthäus führt die Vorfahren Josefs bis Abraham, während der von Lukas bis zum ersten Menschen, Adam zurück, was schon allein ein Riesenunsinn ist.

    Außerdem verbiete ich mir im Namen jedes wahren Jesusgläubigen und nicht zuletzt im Namen von Jesus selbst, ihn im Zusammenhang mit König David zu erwähnen. Den Gottessohn, der ohne Sünde war, als „Sohn Davids“ vorzustellen, ist eine Pietätsbeleidigung, weil die Vorstellung, dass Jesus mit dem zweifelhaften Charakter Davids irgendetwas zu tun haben könnte, ist eine Gotteslästerung.

    Die meisten Christen kennen nur den jungen „Helden“, der den hünenhaften Philister, Goliath, - der einen von den Juden zum Zweikampf herausgefordert hat – heimtückisch mit einer Steinschleuder an der Stirn traf, weil er Angst bekommen hat, sich ihm zu stellen. Jene Geschichte ist jedoch weniger bekannt, als der von seinem Sohn, Abschalom angezettelter Aufruhr war, David flüchtet feige und seine Konkubinen mit dem Hüten seines Palastes betraut. In der Schlacht nimmt er nicht teil, seine Söldner werden mit der Drecksarbeit beauftragt. Als jedoch die Stadt Rabba fällt, erscheint er auf einmal und lässt die Bewohner der Stadt auf grausamste Weise umbringen.

    Der angebliche Psalmdichter, als er ein Auge auf die Hettiterin Bathseba (Sam2 11./3-27), die Frau des Hettiten Urija warf, befahl er Joab, seinem Heerführer, Urija in der Schlacht sterben zu lassen. So geschah es, und Bathseba gehörte künftig David. Davids Sohn war jener Amnon, der seine krankhaften Neigungen nicht beherrschen konnte und seine eigene Schwester, Tamar vergewaltigte, wofür ihn sein Bruder, Abschalom tötete. Unendlich könnte man die Missetaten Davids, seiner Familie und seines Nachkommens  auflisten. Unsere  Frage  bleibt  aber  dieselbe:  Wie  könnte  es  möglich  sein,  Jesus,  den  Sündlosen,  das Licht der Welt von der Familie eines solchen Verbrechers abstammen zu lassen?!

    In der von den judäochristlichen Kirchen zum Apokryphen (verborgen) erklärten umfangreichen Literatur (, denn diese Schriften passten nicht in die judäochristliche Konzeption) gibt es ein Werk, das Evangelium nach Nikodemus (auch unter den Namen, Pilatus-Akte bekannt), das den Bericht in den offiziellen Kanon aufgenommenen 4 Evangelien bekräftigt und näher, ausführlicher, authentischer und viel interessanter schildert als jene. Dieses Evangelium blieb in den griechischen, syrischen, koptischen und armenischen Handschriften erhalten. Der Kirchenvater Epiphanius ( 2. Hälfte des IV. Jh.s) nennt Nikodemus, den geheimen Jünger von Jesus als Autor. Die Authentizität der Geschichte, die in dieser Schrift erzählt wird, wird auch von einem durch Pontius Pilatus Kaiser Tiberius geschriebenen Brief bewiesen, dessen genauen Text das Vindobon Codex beinhaltet, und der in der Neuzeit das erste Mal von A. Birch in Koppenhagen im Jahre 1804. unter dem Titel: „Auctarium codicis apocryphi N. T. Fabriciani“ erschien. Ein anderes, auch zur apokryphen Literatur hinzugehörendes Werk, das heilige Buch der syrischen Christen, Schatzhöhle genannt, beschreibt, dass die drei Magier, bevor sie zu Jesus aufbrachen, in den Offenbarungen Nimruds nachgeschlagen haben, welche Zeichen die Geburt des Erlösers begleiten werden. In welchem Kulturkreis ist also der wahre Advent entstanden? Die damaligen Juden hatten über die Ankunft einer solchen Gestalt nicht einmal die leiseste Ahnung!

    Nach dem langen Streit und Hin und Her, was sich zwischen Pilatus und der Delegation des Sanhedrins abgespielt hat, als den Juden alle Argumente gegen Jesus ausgingen, fingen sie an zu brüllen: „Wir erkennen nur den Caesar zum König an und nicht Jesus. Wohl überbrachten ihm  Magier Geschenke aus dem Morgenland wie ihrem eigenen König.“ Das war das letzte und gefährlichste Argument, was ihm die Juden in die Augen werfen konnten. Ihm war der alte und erbitterte Feindschaft zwischen den zwei Großmächten, Rom und dem Partherreich viel zu gut bekannt, dessen Armee die von Crassus und auch die von Antonius geführten Legionen vor einigen Jahrzehnten vernichtet hat. Nach diesem Anklagepunkt also haben Magier des Partherreiches den neugeborenen Jesus als ihren eigenen König begrüßt. Das hat die Wachsamkeit von Pilatus sofort geweckt. Als er die Sonne zum Zeuge rief und mit theatralischen Gästen sich die Hände wusch, macht er es aus rein politischem Kalkül. Pilatus wäscht sich die Hände vom Blut eines Unschuldigen. Wenn jedoch wegen der Hinrichtung Jesu eventuell zwischen Rom und Parthia diplomatische Komplikationen aufträten, er hat doch Jesus für unschuldig erklärt und ihn erst nach dem massenhaften und beinahe revolutionären Auftreten der Juden zum Tode verurteilt. Wenn die Parther das übel nehmen, so sollten sie die Juden dafür zur Verantwortung ziehen. Es ist von Pilatus nicht anzunehmen, dass er in Jesus den Gottessohn erkannt hätte. Er war ein treuer und loyaler Diener Roms als Prokurator in Palästina, in der höchst empfindlicher Pufferzone zwischen den beiden verfeindeten Reichen.

    Die Juden waren vollkommen im Klaren darüber, dass Maria, die Mutter von Jesus eine Prinzessin des Hauses Adiabene-Charax, aus der königlichen Arsakiden-Dynastie der Parther ist. Der Familie gehörte auch ein Palast in Jerusalem. Es ist auf dem Stadtplan Jerusalems, der in der sog. „Zwingli-Bibel“ schön sichtbar dargestellt wird in der 1755-er Ausgabe des Werkes, und unter der Nummer 68 mit dem folgenden Text versehen steht: „Der Pallast Helena, der Adiabener-Königin“, Marias Mutter. Es sind außerdem viele ernst zu nehmenden Daten bekannt, die die Heirat Marias mit einem jüdischen Zimmermann namens Josef zu einem piätösen Märchen machen. Wir leben ja im Zeitalter der großen Enthüllungen. „So wird alles, was noch verborgen ist, ans Licht kommen, und was noch unverständlich ist, wird verstanden und auch öffentlich verkündet werden.“ (Lk. 8./17-18.) –  sagt unser Erlöser.

 

3. DAS HEILIGE GRABTUCH VON TURIN

 

    In unserem modernen Zeitalter hat sich unter dem Einfluss des rationellen Denkens, der technischen Erfindungen und Errungenschaften und nicht zuletzt der Säkularisation ein sich immer breiter vermehrender Menschentyp herausgebildet, der im wortwörtlichen Sinne nur noch den Wahrnehmungen seiner armseligen Sinnesorgane Glauben schenken kann und will. Mit anderen Worten: Wir leben in der intensiven Phase vom Einsinken der Menschheit in die Materie.

    Als hätte es unser Herr, Jesus ganz genau gewusst, welch erbärmliche Umstände für die seelische Entwicklung des Menschen in diesem späten Zeitalter herrschen werden, hat er ein wunderbares Zeichen für die zum Glauben unfähig gewordenen Erdbewohner hinterlassen, eine kostbare Reliquie, die soz. als „Kronzeuge“ der Auferstehung dient, die wir heute das heilige Grabtuch von Turin nennen.

    Das Grabtuch Jesu während seiner 2000jährigen Geschichte hat seinen Aufenthaltsort oft gewechselt. Noch im irdischen Leben des Herrn hat laut der apokryphen Literatur ein Briefwechsel zwischen Jesus und dem Herrscher von Edessa, Abgar V. stattgefunden. Edessa liegt am Grenzgebiet zw. Syrien und Kleinasien. Die Stadt gehörte lange und auch zu Zeiten von Jesus zum Partherreich. Heute heißt die Stadt in der heutigen Türkei Urfa. Der König bat Jesus, ihn, der an Lepra erkrankt wurde, zu heilen, und er lud Jesus in seine Stadt ein. Jesus lehnte zwar die Einladung  ab, er versprach dem König jedoch in seiner Antwort, nach seiner Himmelfahrt einen seiner Jünger zu ihm zu schicken, damit er ihn heilt. Taddäus war jener Apostel, der nach Edessa kam und das Grabtuch des Herrn mitbrachte, das bis 944. n. Chr. in der Stadt blieb eher es nach Byzanz gelangte. Über diese Geschichte wusste auch der Historiker-Kaiser, Constantinos Porphyrogenitos (905-959) sowie Eusebios, Bischof von Caesarea (1. Hälfte des IV. Jh.), der die berühmte Kirchengeschichte schrieb. Das Tuch war mehrfach so zusammengefaltet aufbewahrt, dass nur das Gesicht des gekreuzigten sichtbar war. Man nannte diese Reliquie „Mandilion“. Das Wort stammt aus dem Arabischen und heißt etwa soviel wie „Tuch“. Diese Gesichtsabbildung des Herrn in ihrem Charakteristikum hat die Ikonographie der Jesusdarstellungen in der Ostkirche entscheidend beeinflusst.

    Als der vierte Kreuzzug schon voll im Gange war (1203-1204.), nach mehrmaliger Belagerung fiel das Zentrum des östlichen Christentums: Konstantinopel. Im undurchsichtigen Wirrwarr der Plünderung, wobei man nicht einmal die Kirchen und die heiligen Stätten der Stadt in Ehren hielt, verschwand das heilige Mandilion. Viele behaupten, der über großen politischen und wirtschaftlichen Einfluss verfügende Orden der Templerritter hätte das Tuch in seinen Besitz gebracht.

    Die nächste Spur führt uns nach Besancon in Frankreich, wo in 1349 entweder durch Blitzschlag oder infolge absichtlicher Brandstiftung die Kathedrale, in der das Grabtuch aufbewahrt wurde, bis zu den Grundmauern niederbrannte. Wieder löst sich der wertvolle Kultgegenstand ins Nichts auf. Viel wahrscheinlicher ist er gestohlen worden. Die nächsten Stationen sind Lirey und Chambery. Schließlich gelangte er in 1578 nach Turin, wo die Reliquie bis zu unserer Gegenwart aufbewahrt wird.

    Nach langem Zögern der kirchlichen Seite wurde ein aus Wissenschaftlern und Fachleuten zusammengestellter Ausschuss in 1978 ins Leben gerufen zur mit modernen wissenschaftlichen Geräten durchzuführenden Erforschung des Grabtuches.

    Die Forschung hat zu den folgenden positiven Ergebnissen geführt:

            - Anthropologische Daten:

               - Größe (Heigh estimated by Cordiglia): 181 cm

               - Schädelgröße (Crainal index – Cordiglia): 81,9 cm

               - Länge der Nase (Nasal index): 7,09 cm

               - Körpergewicht (Estimated weight): 170 lbs

               - Rassenkonstitution: klassisch europid-anatolisch (nicht semitisch!)

 

            - Das Mandilion zeigt die anatomisch genaue Abbildung des hier verewigten Verstorbenen, dessen Gesichtszüge eine eigenartige Würde ausstrahlen.

 

 

 

 

Das positive und das negative Bild unseres Erlösers auf dem Heiligen Grabtuch von Turin

           

    - Der Leidensweg und die Art der Hinrichtung (die Spuren der grausamen Geißelung, die der Dornenkrone, die der Nägel und der Longinus-Lanze usw.) sind in allen Details von der Abbildung des Grabtuches ausführlich ablesbar im Einklang mit den Berichten der Evangelien und mit den archäologischen Kenntnissen.

            - Die damaligen Begräbnissitten sind am Bild auch gut erkennbar. Z. B. die Sitte, auf die Augen des Verstorbenen Geldmünzen zu legen, war in Palästina des Altertums keine ursprüngliche Gewohnheit. Erst nachdem Parthia Palästina in seinen Einflussbereich zog, fingen auch die Juden an – aber nicht allgemein verbreitet – das Münzenbegräbnis nachzuahmen. Die Angehörigen des Judentums haben vor dieser Zeit zwar im Grabtuch, aber ohne Münzen ihre Toten begraben. Diese Sitte war dagegen in den Kreisen der in Palästina lebenden, autochtonen oder später eingewanderten turanischen Bevölkerung weit verbreitet. Diese Art des Begräbnisses hat die Mehrheit der im Inneren Asien und auf dem Gebiet Ungarns lebenden Reitervölker charakterisiert: wie die Skythen, Hunnen, Awaren, Onogur-Bulgaren, Magyaren (Ungaren) usw..  Alte Landwirte werden auch noch in unseren Tagen auf verschiedenen Gebieten Ungarns mit Augenmünzen bestattet.

    Die auf dem Grabtuch erkennbaren Münzen wurden von den Fachleuten aufgrund lesbarer Buchstaben (UCAI) und sichtbarer anderen Zeichen wie der sog. „Lituus-Stab“ genau datiert und identifiziert. Diese Münzen wurden von Pilatus in 31-32. n. Chr. eingeführt, mit der Aufschrift: TIBERIOU CAICAROC:

            - Die Tatsache, dass der Gekreuzigte des Grabtuches einen für die Parther typische Weise zweigeteilten Vollbart trägt, ist in der Identitätssuche unseres Herrn von immenser Bedeutung, da wir wissen, dass die jüdischen Männer zur Zeit Jesu ihr Filtrum zw. Mund und Nase sorgfältig rasiert haben nach der Mode der damaligen Zeit oder den in der Tora vorgeschriebenen zerzausten Vollbart trugen.

            - Auch die Pollenanalyse hat die Authentizität des Grabtuches hinsichtlich seiner langen Wanderung zw. Jerusalem und Turin voll bestätigt. Man hat auch die Pollen solcher Pflanzen darauf entdeckt, die ausschließlich in der unmittelbaren Umgebung des Golgatha zu Hause sind und nirgendwo anders in der Welt auffindbar sind.

            - Es wurde außerdem bewiesen, dass die Blutflecke auf dem Tuch vom Menschenblut stammen, dessen Blutgruppe AB ist. Auf sämtlichen, mit der heiligen Hostie zusammenhängenden Wunderreliquien, die auch noch heute existieren, hat man das Blut analysiert, und das Ergebnis war dasselbe: Blutgruppe AB. Irrtum ausgeschlossen.

- Die hellen und dunklen Flecke des Tuches ergeben das negative Bild des Dargestellten (siehe Tafel 8, unten) ohne das kleinste Anzeichen von Zerfallerscheinungen, ein negatives Bild, das auch reidimensionale Informationen in sich birgt.

 

  

Das positive und negative Bild des Grabtuches von Turin

 

     Es bleibt schließlich die entscheidende Frage offen: Wie ist das Ebenbild entstanden? Die Forscher waren alle einer Meinung: Es ist mit voller Sicherheit auszuschließen, dass das Bild durch Bemalen oder durch sonstige Fälschung entstanden wäre. Den genauen Entstehungsprozess kennt niemand. Unsere Wissenschaft ist noch nicht auf einem solch hohen Niveau, um dieses Rätsel lösen zu können.

    Es bleibt uns – wie auch den meisten, in der Untersuchung teilgenommenen Forschern – nur ein einziger Erklärungsversuch übrig: Das auf dem Grabtuch von Turin dargestellte Bild eines gekreuzigten Mannes kann nur durch die Auferstehung Jesu begleitenden Licht- und Wärmeerscheinungen entstanden sein. Das Sengen verursachende Aufblitzen kommt nicht von draußen, sondern vom Körper und ausschließlich in senkrechter Richtung. Diese Strahlung ist an den Flecken des Leben spendenden Blutes am stärksten. In der Seitenrichtung, also seitlich vom Körper gibt es keine Strahlungsspuren. Diese Strahlung, die auf das Gewebe des Tuches eingewirkt hat, war von sehr kurzer Dauer und äußerst intensiv. Man könnte sie vielleicht auch kosmisch, oder sogar übernatürlich nennen. Darin können wir dessen Erklärung finden, dass der Stoff des Tuches nicht verbrannt, sondern bloß in einer hauchdünnen Schicht an der Oberfläche gesengt worden war.

    Summa summarum: Die Untersuchungsergebnisse des heiligen Grabtuches von Turin beweisen und unterstreichen unwiderruflich zwei wichtige Aussagen, die uns das Grabtuch mitteilen will:

    Erstens: Dies ist das Grabtuch von Jesus, des Galiläers, der unter dem Prokuratorat von Pontius Pilatus im Auftrag des jüdischen hohen Rates in Jerusalem durch Kreuzigung unschuldig ermordet wurde, der jedoch am darauf folgenden dritten Tag vom Tode durch seinen Himmlischen Vater erweckt worden war. Das Ebenbild von Jesus ist durch die Auferstehung begleitenden Licht- und Wärmeerscheinungen entstanden. Bruno Barberis, Professor an der Universität von Turin, hat anhand der Charakteristika und der Untersuchungsergebnisse eine Wahrscheinlichkeitsrechnung durchgeführt. Fazit: Die Wahrscheinlichkeit, dass Jesus und der auf dem Tuch dargestellter Mann nicht identisch seien ist: 1 zu 200 Milliarden.

    Zweitens: Die anthropologischen Untersuchungen und am Bild des Grabtuches erkennbaren Bestattungssitten und nicht zuletzt die Art des Barttragens beweisen eindeutig und zweifellos, dass Jesus, Sohn des allmächtigen Gottes als Mensch kein Jude war.

    Das Grabtuch von Turin, die einzige materielle Hinterlassenschaft Jesu ist ein Dorn in den Augen der Atheisten und der Feinde von Jesus. Wir können deshalb nicht verwundert sein, dass man aus diesem feindlichen Lager immer wieder in den von ihnen beherrschten Presseorganen Versuche unternimmt, die Ergebnisse von 1978 zu dementieren (was unmöglich ist) oder zumindest eine skeptische und unsichere Stimmung über dieses Thema zu erzeugen. Schenken wir aber lieber unseren Glauben dem Herrn Jesus, dem Chrestos, der uns tröstlich versprochen hat: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Mt. 28./20.)

 

    Als Jesus am Golgatha starb, als das Mensch gewordene Licht seine Augen schloss, es hat sich eine Sonnenfinsternis über Jerusalem ereignet. Mit elementaren Ausdruckmitteln hat Gott der Welt zur Kenntnis gebracht: Die alte Welt ist mit dem Tod Jesu endgültig vorüber, neues Licht wird geboren, die neue Sonne der Gerechtigkeit wird für alle Völker des Erdkreises am dritten Tage auferstehen. Die Religion der Uroffenbarung nimmt durch Jesus eine rein gewordene Form an. Auch wir müssen die Geschehnisse um Jesus im neuen Licht mit anderen, nach der Wahrheit dürstenden Augen betrachten.

    Was die Funktionäre der judäochristlichen Kirchen über den jüdischen Jesus uns 2000 Jahre lang erzählt haben, müssen wir mit offenen Herzen neubewerten, damit der Herr mit seiner wahren Identität vom neuen aufersteht und die ihm auferlegten Lasten einer falschen Abstammung endlich vor der Weltöffentlichkeit abschüttelt im Interesse des wahren auserwählten Volkes, das die ganze  Menschheit ist.

    Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass das Judentum sich bald vor Jesus, dem göttlichen Lehrer und Retter der Menschheit, Gottes Sohn verbeugt, und den Weg in die große Familie der Völker ohne die Reflexe der Rassenüberheblichkeit und ohne das damit zusammenhängende, menschenverachtende Verhalten endlich finden kann. Dies schreibe ich auch im Interesse der anständigen Kleinjuden, die immer wieder im Laufe der Geschichte für solche Verbrechen zur Verantwortung gezogen wurden, die sie nicht begangen haben. Man muss unbedingt unterscheiden können zwischen ein Paar Tausend international agierenden Fanatiker und Finanzschurken, die für alles  entschlossen, an der globalen Verbreitung des Bösen und  mit skrupellosen Mitteln an der Ergreifung der weltweiten Macht arbeiten, und den unschuldigen Volksmengen des höchstens von seinen Führern seit Jahrtausenden  nur irregeführten jüdischen Volkes.

    Ich habe all das geschrieben, um mein Gewissen zu erleichtern, denn niemand darf schweigen, der die Wahrheit in einer solchen lebenswichtigen und schwerwiegenden Frage erkannt hat. Ich bin mir jedoch dessen bewusst, dass  in unserer, von Lügen ausgelaugten Welt es nichts Gefährlicheres geben kann, als die Wahrheit zu vertreten. Es können wir auch am Lebensbeispiel unseres Herrn Jesus erkennen, der seine Berufung vor Pilatus so definiert hat: „Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.“ (Jh. 18./37.)

 

    Und nun zum guten Schluss erinnern wir uns an die Worte vom Papst Johannes XXIII., die damals, als die erklungen haben, mit der elementaren Kraft der göttlichen Revelation gewirkt haben müssen. Diese Worte hat er im Rahmen der Eröffnungsrede des II. Vatikanischen Konzils, das er ins Leben rief, Monate vor seinem „plötzlichen“ Tod, am 01. 07. 1962 gesprochen:

    „ … Es wird im Seminar kaum richtige Rethorik gelehrt, und die Gläubigen müssen sich der Qual aussetzen, die erbärmlichen Predigten und die naiven, frommen Märchen neuer Priester anzuhören. Ihre Köpfe sind von lauter spekulativen Dogmen und vom unzeitgemäßen und bereits dementierten, antropomorphen Nationalismus des Alten Testaments vollgestopft. Diese Armen und Falscherzogenen müssen ziemlich schwitzen, um die allgemeine Liebe Gottes, die allen Völkern gegebenen, natürlichen Rechte und die christussche Universalität aus all dem herauszuinterpretieren.

    Die Priester bewegen sich also nach wie vor auf einem falschen, altertümlichen Niveau, heute, als die positiven Wissenschaften, die Archäologie, die Anthropologie sowie die Geologie und nicht zuletzt die neu entdeckte Proto-Bibel der Sumerer alles im Lichte der Wahrheit geoffenbart und erklärt haben. Niemand versteht diese bereits tote, alttestamentarische Wichtigtuerei, welche größtenteils die veränderte Geschichte einer zusammen gestohlenen und umgeschriebenen, altertümlichen Tradition und die Geschichte verschwundener Völker ist. Mit einem Wort: Wir sind an eine Art altmodischen Judaismus gebunden, und es ist uns Christus, Gottes Sohn anscheinend nicht genug. …“

    Man kann darüber nicht genügend traurig sein, dass das Konzil nicht während seines Pontifikats abgeschlossen werden konnte. Das vermodernde Gebäude der Kirche wäre in diesem Fall mit dem frischen Wind der vom Judaismus befreiten Evangelien durchgefegt worden. Die Lehren der Theologie hätten dann den Ballast, der sich im Laufe der langen und erschütterungsreichen Geschichte der Kirche(n) auf sie angesetzt hat, abschütteln können. Die Theologen würden so den Urteil von Jesus, wie seinerzeit die Pharisäer, nicht auf sich ziehen: „Ihr gebt Gottes Gebot preis und haltet euch an die Überlieferung von Menschen. (Mk. 7./8.), wie die saul-paulinische Theologie, auf der die Ideologie der judäochristlichen Kirchen basiert. Der Gründer dieser Glaubensrichtung ist ja dem Menschensohn nie begegnet. In seinen apostolischen Briefen dreht sich jeder Gedanke um die  Ideenwelt des jüdischen Opferglaubens. In seinen Schriften finden wir kaum ein göttliches Wort unseres Herrn, während es wimmelt nur so in ihnen von den Zitaten aus dem Alten Testament.

    Die wahren Apostel Jesu bekamen die Berufung vor allem für die Bekehrung der Völker skythischen Blutes, bzw. bei den Völkern, die mit ihnen kulturell verbunden waren. Die Mehrzahl der Apostel ging entsprechend dem Willen des Herrn Jesus auf solche skythischen Gebiete (Skythen, Indoskythen, Parther), woher ihr eigenes Volk und Blut stammte. Petrus geht eine Zeit lang mit seinem Bruder, Andreas zusammen zu den Skythen von Pontus, um die frohe Botschaft dort zu verkünden.

    Apostel Andreas in den an der Unteren-Donau liegenden Ländern, zu denen auch das Karpaten-Becken gehört, wo das Staatsgebiet Ungarns liegt, verkündete das Evangelium. Das bekräftigen auch Origenes und Hieronymus. Der Apostel Andreas ist der par excellence Skythenbekehrer Apostel, über den die sog. Andreas Akte Folgendes berichtet: in einer Vision ist ihm der Auferstandene erschienen und ihn – wie er laut dieser Schrift formulierte – nach „Skythien der Seinen“ schickte. Kurz darauf hat Andreas die Donau überfahren. Ist es nicht ausgeschlossen, dass die heilige Familie mit dem neugeborenen Jesus vor Herodes nicht nach Ägypten flüchtete? Es ist mehr als wahrscheinlich, denn es wäre nicht nur gefährlich, sondern auch fast unmöglich gewesen, durch das befeindete Gebiet von Judäa in südliche Richtung zu flüchten, wo die Häscher des Herodes lauerten.

    Apostel Thomas bei den Parthern und  Indoskythen, Bartholomäus in Ost-Indien und Armenien, Apostel Matthäus in Äthiopien und auch im Partherreich, Philippus in Samarien, Phrygien und in Skythien, Judas (nicht jener aus Iskarioth) in Palästina, Syrien und Persien, Simon in Babylon, Persien und auf den alten sumerischen Gebieten, Matthias in Äthiopien, Apostel Johannes in Ephesus, während Jakobus in Palästina bleibend verkünden das Evangelium. Wo sind ihre Evangelien und apostolischen Briefe? Dank der göttlichen Vorsehung sind einige der lange Zeit verloren geglaubten Schriften aus dem Nichts aufgetaucht, wie z. B. das Thomas-Evangelium, in dem man kein einziges Zitat aus den jüdischen Schriften findet. Die meisten authentischen Schriften sind aber leider Gottes  der inquisitorischen Wut und dem Fanatismus der judäochristlichen Kirche zum Opfer gefallen.

    Falls das Konzil unter der Obhut vom Papst Johannes XXIII. hätte zu Ende geführt werden können, sollten die Wahrheitssuchenden vor den Agenten der mit geheimen Mitteln agierenden, modernen „Inquisition“ keine Angst haben. Die eingeführten Änderungen wären dann nicht nur in leeren Formalitäten und im Morast der Heuchelei ertränkt.

 

    (Es wäre auch sehr lehrreich, reichlicher über die Parallelen und die wortwörtlichen Übereinstimmungen zu schreiben, die zwischen dem Alten Testament und den viel älteren, heiligen Texten des Zarathustraismus zweifellos existieren, und die im Zendavesta zusammengefasst sind. Die Moses zugeschriebenen, aber keinesfalls in seiner Zeit aufgezeichneten jüdischen Gesetze beinhalten ebenfalls viele unleugbare Zitate aus dem Gesetzbuch der Hettiten, das in Boghazköy (im ehemaligen  Stadtstaat der Hettiten, Hattusa) gefunden wurde. Die Analyse der kulturellen Ausstrahlung und Wirkung der Hochkultur Ägyptens auf die schon sesshaften Juden wäre genauso interessant, aber die Erörterung dieser Themen würde die Rahmen dieses Essays sprengen. Deshalb verzichte ich darauf.)

 

    Alle, in diesem Aufsatz vorgekommenen kultur- und religionshistorischen Daten und  Informationen entstammen der kirchlichen sowie der historischen Literatur. Die Werke, aus denen ich meine Kenntnisse schöpfte, sind legal erschienene Ausgaben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ANHANG

 

    Schließlich möchte ich dem hochgeschätzten Leser eine kleine Kostprobe geben, ohne den Anspruch der Vollständigkeit, über die auffälligen Übereinstimmungen, die sowohl in der Grammatik, als auch im Wortschatz vorhanden sind zwischen der sumerischen und der ungarischen Sprache. In der folgenden Liste handelt es sich um das Letztere, die nur einen kleinen Bruchteil der offensichtlichen Parallelen beinhaltet. Zwischen den beiden Sprachzuständen liegen mindestens 5000-6000 Jahre!

Bitte zu beachten in der Aussprache: ungarisch s = sch; ungarisch sz = s; ung. ny = nj!

 

UNGARISCH                                     SUMERISCH                                     DEUTSCH

 

PÍR                                                      PIR                                                      MORGENRÖTE

PIRKAD                                              PIRKAAN                                           ES DÄMMERT

ISTEN                                                  ISHTEN                                               GOTT

TEREMTÖ                                           TERAMTU                                          SCHÖPFER

TÜNDÉR(TNDR)                                DINGIR(DNGR)                                  FEE, GÖTTIN

IDÖ                                                     UDU                                                    ZEIT

KAPU                                                  KA (sumerisch) PU (akkadisch)                        TOR, ÖFFNUNG

KABÁT                                               KABATU                                            MANTEL

NAP                                                    NAP                                                    SONNE

OKOS                                                  UKUSH                                               KLUG

ÖRDÖG                                               UDUG                                                 TEUFEL

PALÁST                                              PALASHTU                                        Herrschergewand

SZENT                                                 ZIENTU                                               HEILIG

SZÉP                                                   ZEEB                                                   SCHÖN

TENGER                                              TENGAR                                             MEER

TORONY                                            TURRU                                               TURM, BASTEI

ÚR                                                       UR                                                       HELD, HERR

UTÓD                                                  UTUDA                                               NACHKOMME

POHÁR                                               BAHAR                                               GLAS

PAP                                                     PAP                                                     PRIESTER; Bruder

NÉP                                                     NA-AB                                                            VOLK

NYIT                                                   NIT                                                      ÖFFNEN

NEM                                                    NAM                                                   NEIN

NAGY                                                 NAD                                                    GROSS

MA                                                      UMA                                                   HEUTE

ITT                                                      ITI                                                       HIER

HARAMIA                                          HARA                                                 RÄUBER

HATÁR                                               KADURU                                            GRENZE

GAZDA                                               GAZIDA                                              HAUSHERR

ÉNEK                                                  ENAG                                                  GESANG

ESKÜ                                                  ISHKU                                                 EID

EMBER                                               EMBAR                                               MENSCH

BABA                                                  BABU                                                  PUPPE

APA; APU                                           ABU                                                    VATER

ÁR                                                       AR                                                       PREIS

BAROM                                              BARUN                                               VIEH

GAZ                                                     GAZ                                                     SCHURKE, Räuber

EMESE(altungarisch)                            EMESH                                                PRIESTERIN

EGÉR                                                   EGIR                                                    MAUS

ÉL; ÉLÖ                                              EL (Eli, Eli, lamma sabaktani!)                        LEBT; LEBEND

HAZA                                                  HAZA                                                  VATERLAND

TÍZ                                                      TIZ                                                      ZEHN

 

USW. UND SO FORT …

 

    Eine kleine Anregung zum Denken, Grübeln und Folgern:

 

    Vergleich (Wortkonkordanz) zwischen der jüdischen Bibel (Tanach od. der von uns falsch zum „Alten Testament“ genannte Schriftensammlung) und den christlichen Schriften („Neues Testament“):

 

Namen, Begriffe, Formulierungen                Tanach   Evangelien    Ap.Gesch.     Briefe

 

Jesus                                                                        -               586                  70            51

Mutter von Jesus, Maria                                           -                 28                  -              -

Heimatort von Jesus, Nazareth                      -                 22                    8            -

Gott von Jesus: Himmlischer Vater,                           -                 63                   3            20

Abba (aramäisch)

 

Der Heilige Geist                                                      -                 20                  35           23

Die Taufe                                                                 -                 18                     7           18

Die Auferstehung                                                      -                 20                  10           10

 

Jüdische Gottesnamen: Jahwe                                 5153             -                       -              -

                                      Elohim                                633            -                       -              -

                                      Herr der Heerscharen       206               -                       -              -

                                      Zebaoth                              241             -                       -              -

                                      Saddai                                  60             -                       -              -

 

Brandopfer (Holocaust), Blutsopfer                           266             1                      -              -

 

 

 

    Markion (ein Skyther), ein bedeutender Kirchenvater im 2. Jahrhundert vertrat die Ansicht, die alttestamentarischen Zitate und Hinweise wären in den ursprünglichen Textfassungen der Evangelien nicht erhalten gewesen. Es wären später auf Auftrag der jüdischstämmigen Kirchenväter in diese Texte einer fremden Konzeption und Tendenz dienend hineingeschmuggelt worden. Er stand mit dieser Überzeugung in der damaligen Zeit gar nicht allein, was besonders den unvereinbaren Gegensatz zwischen dem jüdischen Stammesgott (Demiurgos) und dem wahren, universalen Gott, dem Himmlischen Vater Jesu betrifft (siehe Pantanaeus, Basilides, Origenes, Skythianus, Mani etc.). Es ist schade, dass all seine Werke vernichtet wurden dank vor allem Irenaeus und Tertullianus, die in ihren Schriften gegen ihn ihren Hass in tobenden Wutausbrüchen ausschütteten.

    Unsere kleine Vergleichstabelle zeigt, dass die christlichen Schriften in den wichtigsten Grundbegriffen und Namen, die den inneren Kern der betreffenden Religionen repräsentieren und zum Ausdruck bringen, nichts im geringsten mit der jüdischen Bibel zu tun haben. Die zwei verglichenen Religionen haben miteinander überhaupt nichts gemeinsam.

    Unter Juden geboren zu werden ist nicht das Gleiche, zum Juden geboren zu werden, wie Lajos Szántai sagt! Meines Erachtens ist Gott an jenem Ort auf Erden Leib angenommen, wo die Wurzeln des die Welt auch seitdem gefährdeten Übels schlängeln. Dort, wo mit den prägnanten Worten Johannes des Täufers „die Axt schon angelegt ist, um die Bäume an der Wurzel abzuschlagen“ (Mt. 3./10.).